US-Präsident Donald Trump sprach Anfang März davon, dass der Krieg gegen den Iran voraussichtlich vier Wochen dauern dürfte. Dann kann man sagen, dass am Wochenende „Halbzeit“ ist. Daher ein kurzes Update zur aktuellen Lage und am besten lassen wir hierfür zu Beginn die Märkte sprechen. Also ein Blick auf den Verlauf des USD (Krisenwährung?), von Gold (Krisenhedge?), von US-Standardaktien im S&P500 (Angst oder Panik?) und von Öl (darum geht es in diesem Konflikt):

Der schnelle Blick zeigt eindrücklich: Die Aktienmärkte sind von Panik noch weit entfernt. Dass es zu Korrekturen kommt bzw. dass die Aktien nachgeben, ist angesichts der Situation völlig normal. So wie der Ölpreis steigt, steigt auch der US-Dollar (hier gegenüber EUR), auch dieses Verhalten ist nicht ungewöhnlich. Von daher würden wir im Moment sagen: die Situation ist angespannt, aber alles noch „in line“.
Wie geht es nun weiter?
Über die verschiedenen Perspektiven und Einflussfaktoren haben wir in unserem vorangegangenen Blog berichtet. Aus unserer Sicht ist dem nichts hinzuzufügen. Das „Basisszenario“ aus unserer Sicht ist, dass die USA diesen Angriff seit Jahren geplant und dank des skrupellosen Präsidenten nun umgesetzt haben. Dass der US-Präsident zwischenzeitlich vom „baldigen Ende“ des Krieges spricht und nicht mehr vom Krieg sondern von einer „Exkursion“ seiner Streitkräfte, soll eher die Wall Street milde stimmen. Denn ein Börsen-Crash könnte das Ergebnis der Republikaner bei den Mid-Terms in Mitleidenschaft ziehen. Dies will Donald Trump unserer Meinung nach jedoch auf jeden Fall vermeiden. Und sollte sich das Ende des Konflikts abzeichnen, ist mit einer extrem schnellen Erholungsbewegung der (Aktien-)Märkte zu rechnen. Daher ist es unseres Erachtens ratsam, die Ruhe zu bewahren, und durchaus den Prognosen der US-Regierung zu vertrauen (wenngleich dies schwerfällt).
Und das Negativszenario?
Sicher, ein Negativszenario gibt es auch. Der Krieg dauert länger als vier Wochen oder der Iran verzichtet auf den Export seines eigenen Öls und vermint tatsächlich die Straße von Hormus. Diese Folgen wirken länger als ein paar Tage und treiben vielleicht die Weltwirtschaft in eine Rezession. Dann würde am Kapitalmarkt die Stunde der Risikomanager schlagen. Doch bis dieses Szenario an Kontur gewinnt, dauert es noch ein wenig.
Kaufen wenn Kanonen donnern?
Ein Blick auf die Entwicklung des Dow Jones-Index in den vergangenen Kriegen zeigt, dass der bekannte Spruch „Kaufen, wenn Kanonen donnern“ durchaus seine Berechtigung hat. Damit möchten wir nicht zum Ausdruck bringen, dass nun ein guter Zeitpunkt ist, um Aktien zu kaufen. Sondern dass man sich von Panikmache der Medien und den Interpretationen diverser Experten nicht zu sehr verunsichern lassen sollte. Die Börsen sind in der Lage, durch derartige Ereignisse hindurchzuschauen…

Quelle: siehe Grafik